Eigentum auf Mallorca: So kaufst du als Deutscher ein Haus

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Mallorca ist für viele Deutsche ein Traumziel – nicht nur für den Urlaub, sondern auch als Ort für ein eigenes Ferienhaus oder sogar einen festen Wohnsitz. Doch die Frage, die sich dabei oft stellt, ist: Kann ich als Deutscher ein Haus auf Mallorca kaufen?

In diesem Artikel erfährst du, welche rechtlichen Grundlagen es gibt, welche Kosten auf dich zukommen und worauf du beim Immobilienkauf auf der Insel achten solltest.

Rechtliche Grundlagen: So funktioniert der Immobilienkauf

Deutsche Staatsbürger dürfen in Spanien grundsätzlich Immobilien erwerben, genau wie Einheimische. Es gibt keine Einschränkungen für Ausländer beim Kauf von Häusern oder Wohnungen. Dennoch sollten einige Punkte beachtet werden:

  • NIE-Nummer (Número de Identificación de Extranjero): Vor dem Kauf muss eine spanische Steuernummer für Ausländer beantragt werden. Sie wird für Notar, Grundbucheintrag und Bankgeschäfte benötigt.
  • Notarielle Beurkundung und Anwalt: Der Kaufvertrag muss in Spanien notariell beurkundet werden, um rechtskräftig zu sein. Es empfiehlt sich zudem, einen Anwalt zu beauftragen, der bei Verträgen und rechtlichen Fragen unterstützt.
  • Grundbucheintrag: Die Immobilie wird im spanischen Grundbuch eingetragen, wodurch Eigentumsrechte offiziell gesichert werden.

Wer Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Immobilie benötigt, findet auf unserem Blog seriöse Immobilienmakler, die bei Standortanalyse, Besichtigungen und Kaufprozess beratend zur Seite stehen.

Kosten beim Hauskauf: Nebenkosten nicht unterschätzen

Beim Erwerb einer Immobilie auf Mallorca fallen neben dem Kaufpreis mehrere Nebenkosten an, die frühzeitig eingeplant werden sollten. Diese Kosten können mehrere Tausend Euro betragen und beeinflussen die Gesamtinvestition erheblich:

Grunderwerbsteuer: Je nach Kaufpreis liegt diese zwischen 8 % und 11 %.

Notarkosten: Etwa 0,5 % bis 1 % des Kaufpreises.

Grundbucheintrag: Ebenfalls 0,5 % bis 1 % des Kaufpreises.

Maklergebühren: Wenn ein Makler involviert ist, liegen diese häufig bei 3 % bis 5 % inkl. MwSt.

Sonstige Gebühren: Eventuell fallen Anwaltshonorare, Bankgebühren oder Kosten für Übersetzungen an.

Diese Auflistung zeigt, dass der Hauskauf nicht nur den reinen Kaufpreis umfasst, sondern auch ein finanzielles Polster für Nebenkosten eingeplant werden sollte.

Finanzierung und Steuern: Worauf zu achten ist

Auch deutsche Käufer haben die Möglichkeit, auf Mallorca Immobilien zu finanzieren. Dabei kann die Finanzierung entweder über spanische Banken erfolgen oder vollständig über eigenes Kapital abgedeckt werden. Für Nicht-Residenten gelten besondere Konditionen, die sich von denen spanischer Staatsbürger unterscheiden können. Eine frühzeitige Planung und Beratung ist daher entscheidend, um den gesamten Finanzierungsprozess sicher zu gestalten.

Hypotheken für Ausländer

Banken auf Mallorca vergeben Hypotheken in der Regel bis zu 60–70 % des Kaufpreises an ausländische Käufer. Die Zinssätze für Nicht-Residenten sind häufig etwas höher als für Einheimische, da das Risiko für die Bank größer eingeschätzt wird. Zudem prüfen Banken die Bonität und finanzielle Stabilität des Antragstellers genau. Zusätzliche Sicherheiten oder Eigenkapital können die Chancen auf eine Finanzierung verbessern.

Laufende Kosten

Neben dem Kaufpreis entstehen weitere regelmäßige Ausgaben, die bei der Kalkulation nicht unterschätzt werden sollten. Dazu zählen die Grundsteuer (IBI), Müllabfuhrgebühren, Kosten für Hausgemeinschaften oder Wohnanlagen sowie Gebäude- und Haftpflichtversicherungen. Diese laufenden Kosten können je nach Lage und Größe der Immobilie stark variieren. Eine realistische Einschätzung dieser Ausgaben ist wichtig, um die finanzielle Belastung langfristig zu planen.

Vermietung

Wer die Immobilie vermieten möchte, sollte die steuerlichen Verpflichtungen in Spanien genau kennen. Mieteinnahmen unterliegen der spanischen Einkommenssteuer, wobei für Nicht-Residenten besondere Vorschriften gelten. Außerdem können zusätzliche Meldepflichten oder kommunale Steuern anfallen, je nachdem, ob die Vermietung kurzfristig oder langfristig erfolgt. Eine vorherige steuerliche Beratung hilft, Überraschungen zu vermeiden und die Rendite korrekt zu kalkulieren.

Tipps für einen sicheren Hauskauf

Der Kauf einer Immobilie auf Mallorca sollte gut geplant sein. Empfehlenswert ist:

  • Standortanalyse: Städte wie Palma, Alcúdia, Sóller oder Deià unterscheiden sich stark hinsichtlich Preise, Infrastruktur und Lebensqualität.
  • Persönliche Besichtigung: Fotos oder virtuelle Rundgänge ersetzen nicht den Eindruck vor Ort.
  • Rechtliche Beratung: Anwälte, Steuerberater und Makler kennen lokale Regelungen und Fallstricke, die beim Kauf auftreten können.
  • Planung: Vom ersten Besichtigungstermin bis zum notariellen Vertrag können mehrere Wochen bis Monate vergehen, eine frühzeitige Organisation ist daher entscheidend.

Fazit: Hauskauf auf Mallorca erfordert Planung und Prüfung

Der Erwerb eines Hauses auf Mallorca ist für deutsche Staatsbürger grundsätzlich problemlos möglich. EU-Bürger genießen volle Kaufrechte, jedoch sollten rechtliche Formalitäten, Nebenkosten und Finanzierungsmöglichkeiten sorgfältig geprüft werden. Eine genaue Standortanalyse, persönliche Besichtigungen und professionelle Beratung sind entscheidend, um Risiken zu minimieren und einen reibungslosen Kaufprozess zu gewährleisten. Neben dem Erwerb selbst sollten Käufer auch laufende Kosten, steuerliche Verpflichtungen und eventuelle Vermietungsoptionen berücksichtigen.
Wer diese Aspekte berücksichtigt, kann den Traum von einer Immobilie auf Mallorca realisieren und langfristig von den Vorteilen der Insel profitieren.

Häufige Fragen zum Immobilienkauf auf Mallorca

Kann ein Deutscher ohne Einschränkungen ein Haus auf Mallorca kaufen?
Ja, deutsche Staatsbürger dürfen in Spanien frei Immobilien erwerben. Es gelten die gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen wie für andere EU-Bürger.

Wie hoch sind die Nebenkosten beim Hauskauf?
Zu den Nebenkosten gehören Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Grundbucheintrag und gegebenenfalls Maklergebühren. Insgesamt können diese Kosten zwischen 10 % und 15 % des Kaufpreises ausmachen.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Nicht-Residenten?
Spanische Banken vergeben Hypotheken für Ausländer meist bis zu 60–70 % des Kaufpreises. Alternativ kann der Kauf vollständig über Eigenkapital erfolgen.

Welche laufenden Kosten fallen nach dem Kauf an?
Neben der Finanzierung müssen Grundsteuer (IBI), Müllabfuhr, Wohnanlagen-Gebühren und Versicherungen berücksichtigt werden. Diese Kosten variieren je nach Lage und Größe der Immobilie.

Welche steuerlichen Pflichten gibt es bei Vermietung?
Mieteinnahmen unterliegen der spanischen Einkommenssteuer, auch für Nicht-Residenten. Zusätzlich können lokale Abgaben und Meldepflichten anfallen.

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