Anreise mit dem eigenen Auto nach Mallorca: Unsere Tipps für Urlauber

Das oft vorherrschende Chaos am Flughafen, kann für viele Reisende eine erhebliche Belastung darstellen. Mit den langen Wartezeiten, der allgemeinen Hektik, gelegentlichen Streiks und nicht selten gestrichenen Flügen suchen viele nach alternativen Reisemöglichkeiten. Eine solche Alternative bietet die Anreise mit dem eigenen Auto auf die Baleareninsel, die nicht nur Stress reduziert, sondern auch ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit vermittelt. In unserem Ratgeber stellen wir die optimalen Routen für eine entspannte Autofahrt nach Mallorca vor.

Fahrzeugcheck vor der Reise: Darauf achten Urlauber

Bevor die Fahrt von Deutschland nach Mallorca beginnt, überprüft der Fahrer sein Auto sorgfältig, wobei er besonderes Augenmerk auf wichtige Details legt.

  • Motor: Um zu verhindern, dass der Motor während des Trips in den Urlaub Schaden nimmt, empfiehlt sich die Kontrolle des Ölstands. Ist dieser zu niedrig, leidet die Schmierung im Motorraum. Entstehen dadurch Schäden, die das Auto lahmlegen, drohen Zeitverlust und hohe Reparaturkosten.
  • Reifen: Ein platter Reifen vermiest den schönsten Roadtrip. Daher überprüfen Urlauber vor Abfahrt den Reifendruck ihres Fahrzeugs. Gegebenenfalls macht es Sinn, die Beladung des Autos anzupassen, sodass kein Rad durch starke Belastung Schaden nimmt
  • Licht: Ein defekter Blinker oder eine defekte Fahrzeugleuchte stellen eine Gefahr im Straßenverkehr dar. Wer in eine Polizeikontrolle gerät, riskiert durch den Mangel ein Bußgeld, das die Urlaubskasse schröpft. Daher empfiehlt es sich, alle Lichter des Fahrzeugs vor Fahrtbeginn zu kontrollieren.
  • Autobatterie: Ebenfalls lohnt sich vor der Fahrt nach Spanien ein Test der Autobatterie. Dafür wenden sich die Urlauber an die Werkstatt ihres Vertrauens.

Kostenplaner für die Reise mit dem eigenen PKW

Eine Reise mit dem eigenen PKW von Deutschland nach Mallorca zu planen, ist eine spannende Möglichkeit, Flexibilität und Abenteuerlust mit dem Komfort des eigenen Fahrzeugs zu kombinieren. Wir geben einen Überblick, welche Kosten auf Autofahrer zukommen:

Kraftstoffkosten

Die Entfernung von Deutschland nach Mallorca umfasst mehrere tausend Kilometer, einschließlich der Strecke bis zum Abfahrtshafen der Fähre in Spanien. Die Kraftstoffkosten hängen von mehreren Faktoren ab, darunter der Verbrauch des Fahrzeugs, die gefahrene Strecke und die aktuellen Benzin- oder Dieselpreise. Eine grobe Schätzung der Kraftstoffkosten lässt sich mit Routenplanern und dem durchschnittlichen Kraftstoffpreis in den durchquerten Ländern ermitteln.

Fährkosten

Ein wesentlicher Kostenpunkt der Reise ist die Überfahrt mit der Fähre vom spanischen Festland nach Mallorca. Die Preise variieren je nach Saison, Auslastung, Fährgesellschaft, Fahrzeugtyp und Kabine. Eine frühzeitige Buchung kann helfen, die Kosten zu minimieren. Zusätzlich können Kosten für Mahlzeiten oder Kabinen auf der Fähre anfallen.

Maut- und Vignettengebühren

Auf dem Weg durch verschiedene europäische Länder können Mautgebühren oder die Pflicht zum Kauf einer Vignette anfallen. Die Höhe der Gebühren ist abhängig von den durchfahrenen Ländern und der gefahrenen Strecke. Besonders in Frankreich, Italien und Spanien sollten Sie mit Mautstraßen rechnen.

Übernachtungskosten

Bei einer langen Fahrt von Deutschland nach Mallorca ist es ratsam, Pausen einzulegen und gegebenenfalls zu übernachten. Die Kosten für Übernachtungen können je nach Unterkunftsart und Saison stark variieren. Planen Sie diese Kosten im Voraus, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Verpflegung und Sonstiges

Unterwegs fallen zusätzlich Kosten für Verpflegung an. Auch Parkgebühren in Städten oder an touristischen Hotspots können ins Gewicht fallen. Ein Budget für unvorhergesehene Ausgaben, wie Reparaturen am Fahrzeug, sollte ebenfalls eingeplant werden.

Wie gelangen Urlauber von Deutschland auf die Baleareninsel?

Planen Touristen eine Fahrt nach Mallorca, nutzen sie den Land- sowie den Wasserweg. Bei Letzterem stehen fünf Fährverbindungen zur Auswahl. Vier davon befinden sich auf dem spanischen Festland. Zur fünften Fähre gelangen Urlauber mit einer Fahrt in die südfranzösische Stadt Toulon. Anschließend bringt die Fähre das Auto innerhalb von rund zwölf Stunden nach Alcúdia im Norden Mallorcas.

Zwei Fährverbindungen zur Urlaubsinsel starten in der katalonischen Hauptstadt Barcelona. Die Fahrzeit in die Küstenstadt beträgt abhängig vom Wohnort in Deutschland mindestens 13 Stunden.
In Barcelona fahren Urlauber auf die Fähre nach Alcúdia. Diese bringt sie innerhalb von fünf Stunden nach Mallorca. Entscheiden sich Touristen ab Barcelona für eine Fährfahrt in die mallorquinische Hauptstadt Palma, nimmt diese rund sieben Stunden in Anspruch.

Alternativ wählen Touristen die Strecke bis nach Valencia, bevor sie die Fähre nach Palma nutzen. Die Fahrt von Deutschland in die Großstadt im östlichen Spanien dauert bis zu 22 Stunden. Hierbei handelt es sich um die reine Fahrzeit ohne Toiletten- oder Proviantpausen. Die Fähre bringt Urlauber innerhalb von acht Stunden von Valencia nach Palma.

Genießen Autoreisende einen ausgedehnten Roadtrip, entscheiden sie sich für eine Fahrt von ihrer deutschen Heimatstadt nach Dénia. Die Hafenstadt liegt an der spanischen Ostküste zwischen Alicante und Valencia. Rund einen Tag dauert es, die gesamte Strecke zurückzulegen.

Aus Sicherheitsgründen ergibt es Sinn, sich während der langen Fahrt am Steuer abzuwechseln. Alternativ suchen sich Urlauber auf dem Weg eine Übernachtungsmöglichkeit. Im Vergleich zu den anderen Fährverbindungen nach Mallorca ist jene ab Dénia mit rund fünf Stunden kurz.
Die für sie empfehlenswerte Route nach Mallorca finden Urlauber, indem sie bei den Strecken Fahrdauer und -kosten miteinander vergleichen.

Die besten Reiserouten von Deutschland nach Mallorca mit dem Auto

Die Reise mit dem Auto nach Mallorca birgt mehrere Vorteile. Während der Fahrt kommen Urlauber an zahlreichen sehenswerten Plätzen innerhalb und außerhalb Deutschlands vorbei. Zugleich bedeutet die Reise mit dem eigenen Gefährt Privatsphäre und zeitliche Unabhängigkeit.
Beim Roadtrip tritt jedoch spätestens an der Mittelmeerküste ein Problem auf: Autos schwimmen nicht. Um dennoch auf die Größte der Baleareninseln zu gelangen, nutzen Autofahrer die Fähre. Mehrere Fährverbindungen täglich, steuern Mallorca direkt an. Welche Fährstation Reisende ansteuern, hängt von ihrem Ausgangspunkt und den individuellen Vorlieben ab.

Deutschland – Toulon – Alcúdia

Der schnellste Weg von Deutschland zu einer Fähre nach Mallorca führt in die französische Stadt Toulon. Die Fahrt dorthin dauert, abhängig vom deutschen Heimatort, bis zu 16 Stunden. Hierbei handelt es sich um reine Fahrzeit, ungeachtet kurzer Stopps und längeren Ruhepausen.
Trotz der im Vergleich überschaubaren Fahrdauer zum Fähranleger empfiehlt sich eine Fährfahrt von Toulon nach Alcúdia nur für geduldige Urlauber. Bis sie den Norden Mallorcas erreichen, dauert es mindestens elfeinhalb Stunden. Infos zur Fähre

Deutschland – Barcelona – Alcúdia oder Palma

Zu den bekannten und beliebten Fährverbindungen vom spanischen Festland nach Mallorca gehört jene ab der katalanischen Hauptstadt. Die Fahrt von Deutschland nach Barcelona dauert laut Google-Maps bis zu 18 Stunden. Von Barcelona bis nach Alcúdia benötigt die Fähre fünf Stunden. Die Fahrt nach Palma mit dem Auto nimmt zusätzlich zwei Stunden in Anspruch. Infos zur Fähre

Deutschland – Valencia – Palma

Drei Fahrstunden ist Valencia von Barcelona entfernt. Ab Deutschland ergibt sich daraus eine reine Fahrzeit von bis zu 22 Stunden. In der Hafenstadt bieten mehrere Fährunternehmen eine Überfahrt zur mallorquinischen Hauptstadt an. Bis die Urlauber ihr Reiseziel erreichen, kommt eine weitere Wartezeit von rund acht Stunden auf sie zu. Mehr Infos

Deutschland – Dénia – Palma

Bevor der Inselurlaub beginnt, erkunden unternehmenslustige Reisende die Küste des spanischen Festlands. Für sie lohnt sich eine Fahrt bis nach Dénia. Die zwischen Alicante und Valencia gelegene Hafenstadt liegt rund 2.300 Kilometer vom Osten Deutschlands entfernt. Die Fahrt mit dem Auto hierbei dauert bis zu 23 Stunden. Dafür profitieren Touristen mit fünf Stunden von einer schnellen Fährverbindung. Mehr Infos

Mit dem Auto auf Mallorca ankommen

Kommen Touristen mit dem Auto auf Mallorca an, entsteht schnell eine Art Kulturschock. Im Vergleich zu Deutschland herrschen auf der Insel rauere Sitten beim Autofahren. Zudem gibt es Unterschiede hinsichtlich der Beschilderung im Straßenverkehr. Schilder, die auf eine Hauptstraße hinweisen und Vorfahrt gewähren, suchen Autofahrer in den mallorquinischen Straßen vergeblich.
Im jeweiligen Urlaubsort angekommen, beginnt die Suche nach einem Parkplatz. Weiße Parkflächen symbolisieren auf Mallorca kostenfreie Parkmöglichkeiten. Blaue Linien deuten auf kostenpflichtige Parkplätze hin. Gelbe Flächen markieren Behindertenparkplätze oder Parkflächen für den Lieferverkehr.

Diese Unterlagen müssen Autofahrer auf Mallorca mit sich führen

Für die Autofahrt nach Mallorca brauchen europäische Staatsbürger keine Genehmigungen einzuholen. Spanien gehört zur Europäischen Union und verzichtet bei Urlaubern aus deren Mitgliedsstaaten auf eine Pass- oder Ausweiskontrolle. Ein Ausweispapier sowie mindestens den nationalen Führerschein und die Fahrzeugpapiere sollte der Urlauber dennoch mit sich führen.

Fragen und Antworten

  1. Was gibt es beim Tanken während der Fahrt mit dem Pkw zu beachten zu beachten?
    Der Benzinverbrauch eines Autos hängt von Alter, Größe und Qualität des Fahrzeugs ab. Daher unterscheidet sich individuell, wie oft Urlauber während der Fahrt nach Mallorca zum Tanken anhalten. Nutzen Touristen während ihres Roadtrips hauptsächlich die Autobahnen, finden sie in regelmäßigen Abständen Tankstellen an Autobahnraststätten. In ländlichen Gegenden sind Tankmöglichkeiten rar. Als Notfalllösung für die Kraftstoffversorgung des Autos kommt ein Reservekanister mit Benzin infrage. In Deutschland dürfen Autofahrer einen 60-Liter-Reservekanister im Fahrzeug mit sich führen. In Spanien beschränkt sich die erlaubte Größe des Benzinkanisters auf zehn Liter. Gleiches gilt für Frankreich, in dem sich eine der Fährstationen nach Mallorca befindet.
  2. Welche speziellen Vorschriften, Verkehrsregeln oder die Höchstgeschwindigkeiten gelten für für das Fahren auf Mallorca?
    Auf Mallorca gelten die gleichen Verkehrsregeln und Höchstgeschwindigkeiten wie auf dem spanischen Festland, einschließlich einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen, 90 km/h auf Landstraßen und 50 km/h in städtischen Gebieten. Wichtig ist es jedoch, auf Besonderheiten wie schmale Straßen in Berggebieten und spezifische Parkregelungen in touristischen Zonen zu achten.
  3. Muss man Maut auf Mallorca bezahlen?
    Auf Mallorca gibt es keine mautpflichtigen Straßen oder Brücken, sodass Reisende die Insel ohne zusätzliche Gebühren für die Benutzung der Straßeninfrastruktur erkunden können. Alle Straßen und Brücken sind frei befahrbar, was die Flexibilität und Bequemlichkeit beim Erkunden der Insel erhöht.
  4. Wo kann ich auf Mallorca sicher parken, besonders in touristischen Gebieten?
    In touristischen Gebieten Mallorcas finden Sie in der Regel ausgewiesene Parkplätze und Parkhäuser, die sicher und bequem sind, allerdings oft gebührenpflichtig sein können. Auf Mallorca sind Parkzonen farblich kodiert: Blau markierte Bereiche kennzeichnen gebührenpflichtige Kurzparkzonen, hauptsächlich in städtischen und touristischen Gebieten, während grüne Markierungen speziell für Bewohnerparkplätze vorgesehen sind.

Fotos: Copyright bigstockphoto.com: ArtesiaWells

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